Kontakt. Die Kunstsammlung
der Erste Bank-Gruppe
Kontakt – Die Kunstsammlung der Erste Bank-Gruppe beschäftigt sich mit der Kunstproduktion in Mittel-, Ost- und Südosteuropa unter Berücksichtigung gegenwärtiger Kunstdiskurse und kritischer Theorie.
„Kontakt“ reflektiert die politische und historische Transformation in Europa und den Stellenwert der Kunst vor dem Hintergrund spezifischer kultureller, sozialer und ökonomischer Entwicklungen in post-sozialistischen Ländern. Ziel ist es, eine kunsthistorisch und konzeptuell fundierte Sammlung zu entwickeln, die lokalspezifische und kontextbezogene, aber von vielen Museen bisher vernachlässigte Positionen innerhalb der internationalen Kunstproduktion thematisiert. Dieses Bestreben führt zu Verschiebungen innerhalb des existierenden Kanons der jüngsten Kunstgeschichte und eröffnet neue Positionierungsmöglichkeiten künstlerischer Tätigkeit.
Der inhaltliche Ausgangspunkt von „Kontakt“ bezieht sich auf die konzeptuellen Tendenzen und wichtigen künstlerischen Strömungen der 1960er und 1970er Jahre. Dieser historisch angelegte Teil beginnt mit einer Anzahl von Werken, die sich als Reaktion auf den Modernismus verstehen und seine Stellung im gegenwärtigen Kunstdiskurs thematisieren. Die Entwicklungen in Ost- und Südosteuropa dienen hierbei als Ausgangspunkt der Betrachtungen, um einen grundlegenden Bestand an Arbeiten in unterschiedlichen Medien und Formaten zu schaffen. Der Hauptteil der Sammlung fokussiert auf Werke der jüngeren und jüngsten Kunstgeschichte.
Die Ausrichtung der Sammlungspolitik und die Auswahl der Kunstwerke erfolgen durch den seit 2004 agierenden, unabhängigen Kunstbeirat, dem folgende Mitglieder angehören: Silvia Eiblmayr (Direktorin Galerie im Taxispalais, Innsbruck), Georg Schöllhammer (Herausgeber springerin – Hefte für Gegenwartskunst sowie der Publikationen für die documenta 12), Jiří Ševčík (Professor an der Akademie der bildenden Künste, Prag), Branka Stipančić (freie Kuratorin, Zagreb) und Adam Szymczyk (Direktor Kunsthalle Basel).
 Die Kunstsammlung der Erste Bank-Gruppe versteht sich als prozess-orientierte Struktur, die auf die Entwicklungen innerhalb der Gegenwartskunst reagiert. Die Sammlungsaktivitäten gehen über einen schrittweisen Ankauf von Kunstwerken hinaus, ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten ihrer Repräsentanz. Neben einer kontinuierlichen Ankaufstätigkeit bietet die Sammlungsstruktur eine flexible Arbeitsplattform, die in ständigem Kontakt zur aktuellen Kunstproduktion steht.
Die Präsentation der Kunstwerke erfolgt daher unabhängig von einem institutionell und lokal verankerten Ausstellungsraum auf dezentraler und relationaler Basis. Ausstellungen finden in Form von kuratierten Projekten in Zusammenarbeit mit musealen Institutionen und Ausstellungszentren sowie mit den Künstlern und Künstlerinnen selbst statt. Eines der Anliegen besteht darin, die Sammlung beziehungsweise eine Werkauswahl im jeweiligen lokalen Kontext zu zeigen, in dem die einzelnen Kunstwerke entstanden sind.
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